Pressen

HERZOG bietet eine weitreichende Produktpalette an Pressen - Von manuellen Maschinen bis hin zu vollautomatischen Laborautomationen.

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HP-MP: Kombinierte Mühle und Presse

Presstabletten: Stahlringe (40 mm, 51,5 mm)
Max. Pressdruck: 160 kN
Vollautomatische Probenvorbereitung

HP-P: Automatische Tablettenpresse

Presstabletten: Stahlringe (40 mm, 51,5 mm)
Max. Pressdruck: 400 kN
Vollautomatische Probenvorbereitung

HP-PA: Automatische Tablettenpresse

Presstabletten: Stahlringe (40 mm, 51,5 mm)
Max. Pressdruck: 400 kN
Vollautomatische Probenvorbereitung

HTP 40/ HTP 60: Semiautomatische Tablettenpresse

Presstabletten: Stahlringe (40 mm,  51,5 mm), Aluminiumdosen, freies Verpressen
Max. Pressdruck: 400 kN/ 600 kN
Manuelles Befüllen, automatischer gesteuerter Druckaufbau, manuelle Reinigung

TP 20 E: Semiautomatische Tablettenpresse

Presstabletten: Stahlringe (40 mm, 51,5 mm), Aluminiumdosen, freies Verpressen
Max. Pressdruck: 200 kN
Manuelles Befüllen, automatischer Druckaufbau, manuelle Reinigung

TP 20, TP 40, TP 60: Manuelle Tablettenpresse

Pressentabletten: Stahlringe (40 mm, 51,5 mm), Aludosen, freies Verpressen
Max. Pressdruck: 200 kN/ 400 kN/ 600 kN
Manuelle Probenvorbereitung, manuelle Reinigung

TP 40/2D, TP 60/2D: Manuelle Tablettenpresse

Pressentabletten: Stahlringe (40 mm, 51,5 mm), Aludosen, freies Verpressen
Max. Pressdruck: 200 kN/ 400 kN/ 600 kN
Manuelle Probenvorbereitung, manuelle Reinigung

HP-PD6: Automatische Diffrakometrie- Presse

Presstabletten: Stahlringe (51,5 mm) mit Backloading
Vollautomatische Probenvorbereitung

Kompetenz von HERZOG

Mahlen und Verpressen ist ein Zeit und Kosten sparendes Probenvorbereitungsverfahren, das bei der Analyse von vielen unorganischen und organischen Materialien zum Einsatz kommt. Die Verwendung von pulverförmigen Proben ermöglicht nicht nur die Bestimmung der chemischen Zusammensetzung, sondern erlaubt auch für einige Applikationen den Einsatz von röntgendiffraktometrischen Methoden (z. B. Zement, Salze), um den Mineralbestand zu ermitteln. Beim Verpressen ist es wichtig, eine fertige Probe zu erhalten, deren Stabilität ausreichend Sicherheit gewährt, so dass während der Analyse kein Material in das Spektrometer gelangt.

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Pressentypen

Für das Verpressen von Probenmaterial bietet Herzog eine breite Palette von manuellen und vollautomatischen Maschinen. Für manuelle Anwendungen mit kleinem bis mittlerem Probenaufkommen eignen sich die Modelle TP 20/TP 20e, TP 40, TP 40/2d*, TP 60/2d*, TP 60, HTP 40, HTP 60 (*ausgestattet mit schwenkbarer Traverse). Mit den manuellen Pressen können alle Standardpressverfahren umgesetzt werden. Das Probenmaterial wird per Hand in das Presswerkzeug verfüllt. Je nach Pressentyp wird der notwendige Druck manuell oder über ein automatisches/elektrisches Hydraulikmodul erzeugt. Die automatischen Pressen HP-P und HP-PA dosieren das fein vermahlene Probenmaterial in das Presswerkzeug. Nach dem Verpressen (ausschließlich Stahlringe 40 mm oder 51,5 mm) wird die Probe automatisch von überflüssigem Material bzw. Staub gereinigt. Die HP-P bietet zudem die Option, zwei Presswerkzeuge zu verwenden. Um Kontaminationen zu minimieren, kann jedem Presswerkzeug ein Materialtyp zugeordnet werden. Der fertige Pressling wird dann automatisch an das Analysengerät geschickt. Nach der Analyse wird der Stahlring geleert, gereinigt und im internen Ringmagazin gespeichert. Eine spezielle Presse stellt die HP-PD6 dar, die speziell für das Verpressen von Probenmaterial für röntgendiffraktometrischen Analyse entwickelt wurde. Hierfür werden wenige Gramm Probenmaterial in einen Stahlring verpresst. Im Vergleich zu den anderen Pressen kommt hier nur eine sehr geringe Kraft zum Einsatz. Damit das Probenmaterial trotzdem stabil im Ring verbleibt, wird es von hinten mit einem Aluminiumbutton stabilisiert.

Übersicht aller Pressentypen mit deren möglichen Konfigurationen und Zusatzoptionen

Pressverfahren

 

Abhängig von den analytischen Ansprüchen kann zwischen vier standardmäßigen Pressverfahren gewählt werden:

  • Freies Verpressen
  • Zwei-Komponenten-Verpressen
  • Verpressen in eine Aluminiumschale
  • Verpressen in Stahlringe

In automatischen Pressen kann das Probenmaterial ausschließlich in Stahlringe verpresst werden, da alle anderen Pressverfahren zu komplex sind und keine ausreichende Stabilität beim Probenhandling bieten. Für das freie Verpressen, das 2-Komponenten- Verpressen und das Verpressen in Aluminiumschalen können die Durchmesser des Presswerkzeugs bedingt frei gewählt werden.

Freies Verpressen
Das freie Verpressen ist das kostengünstige Pressverfahren, da keine Verbrauchsmittel verwendet werden. Eine genaue Dosierung des Probenmaterials ist ebenfalls nicht notwendig.

2-Komponenten Verpressen
Das Verpressen von 2-Komponenten erfordert einen zusätzlichen Arbeitsschritt, bietet aber die Möglichkeit, auch kleine Probenmengen für die Analyse vorzubereiten. In einem ersten Arbeitsschritt wird das Rückfüllmagazin (z.B. Borsäure, Boreox) dosiert und vorgepresst. Hierfür kommt ein spezieller Presswerkzeugdeckel zum Einsatz. In einem zweiten Pressschritt wird dann das eigentliche Probenmaterial in die vorbereitet Matrix gepresst.

Verpressen in Aluminiumschalen

Beim Verpressen in Aluminiumschalen sollten die Pressstempel eine entsprechende Entlüftungsnut haben, um Kompression von Gasen im Pressstempel zu verhindern. Aluminiumschalen sind in verschiedenen Durchmessern erhältlich. Aluminiumschalen haben den Vorteil, dass im Falle, dass die Proben archiviert werden sollen keine großen Kosten entstehen. Dennoch biete eine Aluminiumschale keine Garantie, dass an den Rändern Ausbrüche entstehen können.

Ringreinigung der an einer manuellen Presse HTP

Verpressen in Stahlringe
Die Verwendung von Stahlringen bietet weitreichende Vorteile gegenüber den anderen Pressverfahren bezüglich der Verwendung in automatisierten Probenvorbereitungssystemen. Durch die Verwendung von Stahlringen wird das Risiko von Verschmutzungen im Spektrometer dadurch reduziert, dass Ausbrüche am Probenrand unterbunden werden. Hohe Kosten entstehen jedoch, wenn die wiederverwendbaren Ringe archiviert werden müssen. Für das Verpressen in Stahlringe stehen zwei Ringtypen zur Verfügung (Ø 40 mm & Ø 51 mm).

Reinigen von Stahlringen

Zur Reinigung von benutzten Stahlringen nach der Analyse kann ein dreistufiges Bürstensystem verwendet werden. Dieses kann sowohl bei manuellen als auch bei automatischen Pressen zum Einsatz kommen. Bei manuellen Pressen wird der manuell in die Ringreinigung gegeben und anschließend entnommen. Bei automatischen Pressen verläuft die Reinigung vollständig ohne Eingreifen des Bedieners. Die leeren Ringe werden anschließend automatisch im internen Magazin gespeichert.

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