HP-GVD: Gravimetrische Vibrationsdosierung
Die hochgenaue Vibrationsdosierung für unterschiedliche Probentypen – Flexibel konfigurierbar für zahlreiche Anwendungen
Applikation
- Gravimetrische Dosierung von pulverförmigen und körnigen Proben und Additiven
Materialien
- Unterschiedliche pulverförmige Probenarten und Additive
Betriebsmodus
- Automatisch
Alle Vorteile auf einen Blick:
Schnelle und präzise Dosierung
Die gravimetrische Vibrationsdosierstation HP-GVD dosiert unterschiedliche Probenmaterialien präzise in Vials, Tiegel und andere Zielgefäße. Sie eignet sich für ein breites Anwendungsspektrum, unter anderem in der Umweltanalytik, der Lebensmittel- und Recyclingindustrie sowie im Bergbau. Während des Vorgangs wird die Vibrationsintensität kontinuierlich anhand der Differenz zum vorgegebenen Zielgewicht und der aktuellen Gewichtsänderung geregelt. So wird das Sollgewicht schnell und mit hoher Genauigkeit erreicht.
Optimal abgestimmt auf Material und Anwendung
Die HP-GVD kann individuell an die Eigenschaften des jeweiligen Probenmaterials und das erforderliche Dosiervolumen angepasst werden. Breite, Tiefe und Länge der Vibrationsrinne sind variabel konfigurierbar. Zusätzlich stehen verschiedene Oberflächen und Beschichtungen zur Verfügung. Rückhalteelemente in der Dosierrinne unterstützen einen gleichmäßigen Materialstrom in das Zielgefäß und verhindern Obstruktionen durch große Partikel und Agglomerate. Neben der Vorwärtsförderung ist eine Rückwärtsförderung möglich. Dadurch wird nach Abschluss der Dosierung verbliebenes Material zurückgezogen, was ein Nachrieseln in die Zielgefäße vermeidet.
Bedarfsgerechte Trocken- und Nassreinigung
Für die Reinigung der Dosierrinne stehen je nach Probenmaterial und Anwendung eine Trocken- und eine Nassreinigung zur Verfügung. Die Trockenreinigung erfolgt in einem vom Dosierbereich getrennten Bereich. Zunächst wird das verbliebene Restmaterial abgesaugt. Anschließend mobilisiert Druckluft noch anhaftende Partikel, wobei die spezielle Konstruktion sämtliche Bereiche der Dosierrinne über deren gesamte Länge erfasst. Die gelösten Rückstände werden gleichzeitig kontinuierlich abgesaugt.
Für die Nassreinigung wird die Dosierrinne aus der Dosiereinheit entnommen und in eine separate Reinigungsstation transportiert. Dort wird sie mit einem Hochdruckwasserstrahl gereinigt, gründlich abgespült und anschließend getrocknet. Die Nassreinigung empfiehlt sich insbesondere bei klebrigen oder stark anhaftenden Rückständen sowie bei besonders hohen Anforderungen an die Kontaminationsfreiheit.
Flexibles und leistungsfähiges Gefäßhandling
HP-GVD kann mit unterschiedlichen Systemen für den automatischen Transport der Analysegefäße kombiniert werden. Bei moderatem Probenaufkommen kommen Portal- oder Mehrachsroboter zum Einsatz. Für Anwendungen mit höheren Durchsätzen entnimmt ein schneller SCARA-Roboter die Gefäße aus dem jeweiligen Rack, transportiert diese zum Labelling- System sowie der Dosierstation und positioniert sie anschließend an der Zielposition. Verarbeitet werden können Vials unterschiedlichen Volumens mit Schraubverschluss oder Steckverschluss. Capping und Decapping erfolgt mittels der in die Dosierstation integrierten HL-CU. Darüber hinaus ist die Dosierung in offene Gefäße wie Tiegel möglich.
Durchgängige Integration und Rückverfolgbarkeit
Für die Bereitstellung der Zielgefäße können Schubladenmagazine des Typs HL-DM oder Bandmagazine zur kontinuierlichen Ein- und Ausgabe von Racks eingesetzt werden. Die eindeutige Identifikation der Racks kann beispielsweise über RFID-Transponder erfolgen. Labeldrucker und Applikatoren sowie Systeme zum direkten Bedrucken der Vials gewährleisten eine sichere Kennzeichnung und lückenlose Zuordnung der Proben.
Die HP-GVD lässt sich außerdem in größere Laboranlagen integrieren: Becher unterschiedlicher Größe können über Bandsysteme automatisch zugeführt werden. Ebenso ist eine direkte Verbindung mit vorgelagerten Scheibenschwingmühlen, Brechern oder Trocknungskreisläufen möglich.